Im Schuljahr 2013-14 werden am Gymnasium Hermannswerder in der Oberstufe erstmals Seminarkurse angeboten.
Zur Einführung werden zunächst drei Seminarkurse aus den fachbereichen Biologie-Chemie, Französisch und Geographie zur Auswahl stehen.
Im Folgenden stellen sich die drei Kurse kurz vor:
Seminarkurs Biologie-Chemie
"Naturfarben"
Joachim Rinder
Thema:
Naturfarben aus biologischer und chemischer Sicht
Exkursionsziele:
Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Botanischer Garten Berlin und Potsdam, Naturkundemuseum Berlin, Technische Universität Berlin
Themenkomplexe:
Mimese, Mimikri, Warnfarben, Schrecktrachten, Farben als Kommunikationsmittel im Tierreich, Farben als Lockmittel, Photosysnthese mit Antennenpigmenten, Naturfarben als Grundlage technischer Färbungen (Indigo, Conchinill, Rote Beete,…), molekulare Grundlagen der Farbstoffe
Ziel:
Erlernen wissenschaftlichen Arbeitens, wie Recherche, Zitieren, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit. Bündelung aller 5. Prüfungskomponenten unter einem Dachthema.
Ablauf
Halbjahr 1:
Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens mit Exkursion in die TU-Bibliothek mit Rechercheseminar, das Naturkundemuseum und die botanischen Gärten.
Halbjahr 2:
Planung, Vorbereitung und Durchführung der Experimente. Beginn der schriftlichen Arbeit. (Konzept, Gliederung, Datenaufbereitung). Exkursion zum MPI und ins DIGE.
Halbjahr 3:
Schriftliche Arbeit. Der Kurs findet hier im wesentlichen im Rahmen von Einzel- und Gruppenkonsultationen statt.
Halbjahr 4:
Auswertung der Arbeiten, Vorbereitung einer Ausstellung zum Thema Naturfarben im Rahmen der Schule.
Seminarkurs Französisch
„Rezeptionsästhetisch orientiere Lektüre französischer Lyrik“
Fächerübergreifender Bezug zum Fach Bildende Kunst möglich (Gedicht-Illustration)
Renate Jungehülsing
„Die Rezeptionsästhetik versteht sich als dialogischer Ansatz in einem doppelten Sinn. Zum einen wird die Lektüre literarischer Texte als Dialog betrachtet, bei dem Text und Leser/in als bedeutungsschaffende Instanzen wirken. (…) der Text kann nur dann im Leser etwas bewirken, wenn er/sie eine eigene Beziehung zu ihm aufbauen kann.“ (Werner Delanoy)
Es geht also weniger um klassische Interpretationen von französischen Gedichten, sondern vielmehr darum, einen eigenen Zugang zu finden. Die Schüler/innen sollen im Sinne der rezeptionsästhetisch orientierten Lektüre Bedeutung aufbauen, für ihre subjektive Interpretation eine Ausdrucksform finden und diese dann reflektieren.
Arbeiten, die in diesem Zusammenhang entstehen könnten:
- Illustrationen von Gedichten
- Literarische Übersetzungen
- ‚Umdichtungen‘ in Prosatexte
- Szenische Umsetzungen
Natürlich können über diese Vorschläge hinaus auch andere künstlerische oder kritische Formen der Rezeption von Lyrik gefunden werden.
Seminarkurs Geographie
"Stadtgeografie am Beispiel Potsdam"
von Schütz/Ramien
Kurzbeschreibung zur Information der Schülerinnen und Schüler
Lehrkraft: von Schütz/Ramien
Rahmenthema: Stadtgeografie am Beispiel Potsdam
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Leitfach: Geografie
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Zielsetzung des Seminarkurses:
Erstellung eines Readers
„Potsdam unter der Lupe“ oder
„Potsdam im Blickpunkt“
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mögliche Themen für die Seminararbeiten:
1. Tourismus in Potsdam am Beispiel Hotellerie/Gastronomie
2.Verkehrsanalyse (z.B. Entwicklung eines Verkehrskonzepts für Radfahrer, Bewertung von Verkehrssicherheit des eigenen Schulweges…)
3. historisches Potsdam (Entwicklung und Zukunft einzelner Stadtgebiete (Holländisches Viertel, Alexandrowska)
4. Stadtplanung (z.B. Wem gehört der Uferweg Griebnitzsee?, Schwimmhalle ja, aber wo?...)
5. Sozialraumanalyse (Wie wohl fühlen sich Potsdamer in ihrem Umfeld, Analyse einzelner Konzepte zur Umgestaltung von Stadtteilen, z.B. Gartenstadt Drewitz)
6. Ver- und Entsorgung durch die Stadtwerke
7. Einzelhandel Innenstadt versus Einkaufszentren…wieviel Shopping braucht Potsdam?
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Hinweise zum Seminarkurs:
Einübung geografischer Arbeitsmethoden wie Kartierung, Archivarbeit, Interviews, Auswertung von Statistiken….
Eigenständige Arbeit vor Ort an verschiedenen Aspekten (3-4 Schüler pro Oberthema)
Präsentation der Ergebnisse und Erstellung eines Readers mit allen Themen
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Mögliche Ansprechpartner: Stadtplanungsamt, Stadtwerke, Stadtteilbüros….